Jahrgangsmischung

Jahrgangsgemischtes Lernen

 Jahrgangsgemischtes Lernen bedeutet, dass zwei Klassenstufen zusammen unterrichtet werden. Diese Art des Unterrichtens stellt an die Lehrkraft eine besondere Anforderung. Man hat nicht mehr nur eine Jahrgangsstufe die man vorbereiten muss, sondern zwei Jahrgangsstufen. Gerade am Anfang bedeutet ist es wichtig, dass man als Lehrer ganz strukturiert ist und auch so vorgeht.

Zu Beginn sollte man sich darüber Gedanken machen mit welchen Systemen man arbeiten möchte. Es gibt Wochenpläne, Lerntheken, individuelle Lernpläne, Portfolios oder Bausteine.

Ich denke hier kommt es darauf an, welches System einem persönlich am besten liegt.

Ich habe mit Bausteinen begonnen. Die Lerninhalte der Klassenstufe 1 und 2 wurden aufgeteilt und in einzelne Bausteine gegliedert. Anhand von Plänen können die Kinder dann diese Bausteine bearbeiten. Zum Füllen der Bausteine habe ich Materialien verwendet, die ich bereits aus vorhergehenden Jahren hatte oder auch neues Material erstellt. Ebenso finden sich in einem Baustein Seiten aus dem Arbeitsheft und/oder Buch, Elemente bei denen die Kinder handeln können und kooperative Lernformen gestärkt werden (Spiele, Partnerübungen) oder gerade in Mathematik Anschauungsmaterialien.

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Wichtig ist einfach, dass die Materialien abwechslungreich und ansprechend sind.

Die Kinder dürfen sich auch immer mit einem Partner zusammen finden, um Aufgaben zu bearbeiten. So suchen sie sich immer wieder neue Partner, lernen miteinander und voneinander und stärken ihre sozialen Kompetenzen.

Die Schüler durchlaufen diese Bausteine in ihrem individuellen Lerntempo und am Ende steht eine kurze Überprüfung des Gelernten. Dies kann ein kleiner Test sein, eine Überprüfung durch den Lehrer oder auch ein Weißblatttest (z.B.: Schreibe auf, was du in diesem Baustein gelernt hast.)

Natürlich ist es wichtig, dass neben der Arbeit an den Bausteinen noch gebunde Phasen mit der ganzen Klasse stattfinden.

Diese Phasen gibt es ebenfalls mehrmals am Tag. Da hier wiederrum viele soziale Kompetenzen geschult werden und das gegenseitige Lernen im Vordergrund steht.

Einige Beispiele aus meiner Unterrichtspraxis:

Buchstabeneinführung: Wir betrachten ein Bild im Kinokreis und suchen Wörter mit A und erzählen zum Bild. Danach dürfen die Kinder entweder den Buchstaben schreiben, Wörter mit A,a malen, schreiben oder eine Geschichte zum Bild verfassen. So arbeitet jedes Kind auf seinem individuellen Niveau.

1×1 Einführung: Im Kreis wird das Perlenmaterial von Montessori zu einer 1×1 Reihe ausgelegt. Die Kinder sollen auf Kärtchen die Plus- und die Malaufgabe dazu schreiben. Jeder kann so wiederrum auf seinem Wissensstand arbeiten.

Es ist auch nicht schlimm, wenn die Kinder mehrmals die Themen aufnehmen, da Lernen ja spiralförmig verläuft können zu jeder Zeit weitere und andere Verknüpfungen erfolgen.

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